








„Erbauung (an) der Vergangenheit“
Kulturhistorisches Museum Magdeburg
Bildende Kunst, Kunsthandwerk, Zeitgeschichte
Auftraggeber Kulturhistorisches Museum Magdeburg
Projektdauer Dezember 2024 - September 2025
Für das Kulturhistorische Museum Magdeburg erarbeitete Schiel Projekt eine Sonderausstellung, die von der Bedeutung des Magdeburger Doms für die Menschen in der Region und darüber hinaus erzählt, insbesondere aber seine Rolle in der Entwicklung der Denkmalpflege in den Mittelpunkt stellt. Prägendes historisches Ereignis war ein Konzertbesuch von Friedrich Wilhelm III. vor rund 200 Jahren: Der preußische König erkannte den fortschreitenden Verfall des bedeutenden Bauwerks und ermöglichte dessen Restaurierung mit einer großzügigen Spende.
Ziel war eine Präsentation, die historische Dokumente, Sammlungsobjekte und bedeutende Leihgaben kontextualisiert, gleichzeitig neue Perspektiven auf das bekannte Bauwerk eröffnet und damit für dessen Betrachtung sensibilisiert.
Schiel Projekt setzte das kuratorische Konzept mit klaren, die Räume charakterisierenden Eingriffen um. Die Ausstellungsgestaltung führt die Besucher*innen durch eine abwechslungsreiche Raumdramaturgie. Der Rundgang wechselt zwischen atmosphärisch inszenierten Räumen und dokumentarischen Präsentationsformen. Schiel Projekt bricht bewusst mit einer konsequent klassisch linearen Hängung der im Schwerpunkt bildnerischen Objekte und entwickelt stattdessen thematische Gruppierungen.
Ein Beispiel dafür ist die Präsentation der zahlreichen historischen Darstellungen aus dem Museumsarchiv. Grafiken, Zeichnungen und Fotografien werden in konzentrierten Präsentationsbereichen an Wänden und in Vitrinen zusammengeführt und ermöglichen eine vergleichende Betrachtung der unterschiedlichen Perspektiven auf den Dom.
In anderen Bereichen schaffen reduzierte Rauminszenierungen und gezielte Lichtführung eine atmosphärische Annäherung an die Geschichte des Bauwerks. Die Gestaltung vertieft das inhaltliche Erleben der Ausstellung und lenkt den Blick auf die historischen Objekte und Bildquellen.
Auch nachhaltige Aspekte flossen in die Arbeit ein. Schiel Projekt integrierte raumbildende Elemente aus dem Bestand und stellte modulare Ausstellungselemente aus der Nachnutzung vergangener Projekte zur Verfügung. Diese wurden mit Hörstationen ergänzt, die den Zugang zum Thema auditiv erweitern. Die Ausstellungsmöbel und Präsentationsstrukturen sind so konzipiert, dass sie auch für zukünftige Sonderausstellungen wiederverwendet werden können.
Schiel Projekt bearbeitete die Ausstellungsgestaltung von der Konzeptentwicklung und dem Entwurf von Ausstellungsarchitektur und -grafik bis zur Ausführungsplanung sowie Realisierung und Produktionsbegleitung..
Links zur Ausstellung und weitere Informationen finden sich auf der Website des Kulturhistorischen Museums Magdeburg.



















































































































































































































































































































































































